Der Nächste, bitte! Santander Consumer Bank AG löscht erneut Schufa-Negativeintrag

Die Santander Consumer Bank AG hat erneut nach Intervention der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte einen Schufa-Negativeintrag zur Löschung gebracht. Gegen die Santander waren die Rechtsanwälte bereits in der Vergangenheit mehrfach gerichtlich und außergerichtlich erfolgreich (siehe unten – unsere Erfolge).

Wieso können Schufa-Negativeinträge entstehen und wie können diese zur Löschung gebracht werden?

Zur Entstehung:

Der hier vertretene Mandant hatte bei der Santander Consumer Bank AG einen Kreditkartenvertrag unterzeichnet. Die Kreditkarte hatte er wie üblich in Anspruch genommen und so eine Zahlungsverpflichtung gegenüber der Bank aufgebaut. Es kam hier zu Zahlungsverzögerungen. Diese nahm die Santander Consumer Bank AG zum Anlass, das Kreditkartenverhältnis mit Schreiben vom 14.07.2010 zu kündigen und den Forderungsbetrag in Höhe von 2.874,72 € fällig zu stellen. Der Ausgleich sollte binnen 14 Tagen erfolgen.

Die offene Forderung gab die Santander Consumer Bank AG an eine Rechtsanwaltskanzlei ab. Mit dieser vereinbarte der hier vertretene Mandant eine Ratenzahlung. Die monatlichen Raten bediente er seit dem 15.08.2010 regelmäßig mit einer monatlichen Rate in Höhe von 100,00 €.

Die Kündigung des Kreditkartenvertrages wurde durch die Santander Consumer Bank AG jedoch erst nach Abgabe der Angelegenheit an die eigene Anwaltskanzlei bei der Schufa Holding AG zur Einmeldung gebracht. Gegen den Schufa-Negativeintrag wollte sich der Mandant nun zur Wehr setzen.

Wie kann ein Eintrag gelöscht werden?

Da der Negativeintrag eine Datenübermittlung darstellt, ist diese zunächst als rechtswidrig einzuordnen, wenn kein Rechtfertigungsgrund eingreift. Seit dem 01.04.2010 ist zur Rechtfertigung eines Schufa-Negativeintrages die gesetzliche Vorschrift des § 28 a BDSG zu Rate zu ziehen. Nur wenn eine der Alternativen des dort aufgeführten sogenannten Fünferkataloges vorliegt, kann der Eintrag gerechtfertigt werden.

In dem vorliegenden Fall wurde der Eintrag zwar durch die Santander Consumer Bank AG lanciert, konnte jedoch nicht nach § 28 a BDSG gerechtfertigt werden. Dies lag vor allem daran, dass der hier vertretene Mandant keine Mahnschreiben der Santander Consumer Bank AG erhalten hatte, die diese jedoch behauptete. Zudem wurde dem Kreditkartenkunden eine Kündigung des Kreditkartenverhältnisses übersandt, welche jedoch keinen Warnhinweis auf den bevorstehenden Schufa-Negativeintrag enthielt.

„Da dieser Warnhinweis jedoch nach der Vorschrift des § 28 a Abs. 1 Nr. 5 BDSG zwingend erforderlich ist, war auch wegen der Kündigung keine Rechtfertigung des Schufa-Negativeintrages gegeben“, erläutert Rechtsanwalt Sven Tintemann, der als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Experte in Sachen Datenschutzrecht hier für den Mandanten die Löschung des Eintrages erstreiten konnte.

In letzter Konsequenz führte dies dazu, dass sich die Santander Consumer Bank AG dazu bereit erklärte, den negativen Schufaeintrag ohne Anerkennung einer Rechtspflicht zur Löschung zu bringen. Wegen der entstandenen Kosten, musste zunächst die Rechtsschutzversicherung des Mandanten in Anspruch genommen werden.

Im nächsten Schritt ist es nun notwendig, Schadensersatz für den nicht gerechtfertigten Schufa-Negativeintrag zu verlangen.

 

V.i.S.d.P.

Sven Tintemann

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Malteserstraße 170/172

12277 Berlin

Tel.: 030 715 206 70

FAX: 030 715 206 78

Mail: anwalt@tintemann.de

Web.: http://www.dr-schulte.de

Unsere Erfolge:

Für die Übernahme des Mandats in einem ähnlichen Fall sind folgende Formulare notwendig:

Mandatsbedingungen Dr. Schulte und Partner Vollmacht Auftragsbestätigung

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