GFI AG und DIG AG – Vorstände rechtskräftig zu Freiheitsstrafen verurteilt

Nach einer Veröffentlichung im Bundesanzeiger wurden die beiden Angeklagten Vorstände der GFI AG sowie der DIG AG durch das Landgericht Frankfurt am Main (Az.: 5-02 KLs 18/15 7550 Js 212632/11) mit Urteil vom 22.09.2016 unter anderem wegen des Betreibens von Bankgeschäften ohne Erlaubnis und wegen Betrugs jeweils zu Gesamtfreiheitsstrafen verurteilt. Das Strafurteil soll seit dem 30.09.2016 rechtskräftig sein.

Im Ergebnis sind beide Gesellschaften insolvent und zahlreiche Anleger beider Gesellschaften sehen sich persönlich einem großen finanziellen Verlust ausgesetzt.

Zu dem Anlagemodell der GFI AG wird im Bundesanzeiger ausgeführt und festgestellt, dass durch das seitens der GFI AG betriebene Geschäftsmodell ein Einlagengeschäft im Sinne des § 1 I 2 Nr.1 und 2 KWG (Kreditwesengesetz) ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin betrieben wurde. Hierdurch wurde der Straftatbestand der §§ 54, 32 KWG erfüllt, insbesondere da die beiden Vorstände diesen Verstoß ab dem 22.09.2009 billigend in Kauf genommen hätten und damit bedingt vorsätzlich handelten.

Nachdem die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) mit Bescheid vom 22.08.2012 die Abwicklung des ohne Erlaubnis betriebenen Geschäftes anordnete, wären die Vorstände zur vollständigen Rückabwicklung der Anlegergelder der GFI AG verpflichtet gewesen. Die erzielten Rückkaufswerte der Kunden aus den gekündigten Versicherungen waren jedoch nicht mehr verfügbar. Sie sollen im Geschäftsbetrieb für Rechtsberatung und die Abwendung negativer Berichte verwendet worden sein. Die Immobilienprojekte sollen zudem nicht rentierlich verlaufen sein.

Um diese Unzulänglichkeiten bei der GFI AG zu verbergen, gründeten die nunmehr verurteilten Vorstandsmitglieder zusätzlich die neue Anlagefirma DIG AG. Aus den Anlegergeldern der DIG AG sollte die Rückabwicklung der Verträge mit der GFI AG finanziert werden. Dies war den Anlegern der DIG AG nicht mitgeteilt worden. Es bestand daher weder Einverständnis noch Kenntnis der Kunden hierzu. Diese gingen vielmehr davon aus, dass ihre Anlegergelder in rentable und prestigeträchtige Immobilienprojekte investiert würden. Laut Bundesanzeiger sollen ca. 5 Mio. Euro von der DIG AG in die GFI AG geflossen sein.

Dieser Beitrag wurde seit dem 27.03.15 bisher 106x gelesen.

Für die Übernahme des Mandats in einem ähnlichen Fall sind folgende Formulare notwendig:

Mandatsbedingungen Advoadvice mbBr Vollmacht Auftragsbestätigung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.