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Met-Immobilien Festzins GmbH: Nachrangdarlehen – Risiken für Anleger

„Die Met-Immobilien Festzins GmbH bietet Anlegern die Gelegenheit in Bahnhofsimmobilien zu investieren und damit eine rentierliche Möglichkeit zur Kapitalanlage mit attraktivem Festzins über die gesamte Laufzeit.“ – so beschreibt das Unternehmen seine Investitionsmöglichkeit für Anleger auf seiner eigenen Homepage: www.met-immobilien.de

Noch am 19.02.2015 beschloss die Gesellschafterversammlung den neuen Unternehmensgegenstand. Nach dem Handelsregister (HRB 27295) die Aufnahme von nachrangigen Darlehen sowie die verzinsliche Darlehensausgabe an die Metropol Immobilien Rhein-Main AG im Rahmen des § 2 Abs. 1 Nr. 7 KWG zur Zwischenfinanzierung für Immobilien-Projekte in Deutschland sowie sämtliche hiermit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten; ferner die Vermittlung des Abschlusses und Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Darlehen war.

Entwicklung der Met-Immobilien Festzins GmbH – Investment – Unternehmenskonstruktion

Kaum wurde dieser Unternehmensgegenstand definiert, war schon zehn Monate später das Produkt der Met- Immobilien Festzins GmbH zum 31.12.2015 geschlossen. Die Vertriebsmitarbeiter des in Wiesbaden ansässigen Unternehmens scheinen also nicht nur fleißig, sondern in den Vertragsabschlüssen mit Anlegern auch erfolgreich gewesen zu sein.

Schon am 16.04.2015 wurde der Unternehmensgegenstand in die Verwaltung eigenen Vermögens geändert.

Die Investition in Bahnhöfe scheint nicht nur ein innovatives Modell zu sein, sondern die an den Tag gelegte schnelle Vermarktung der Nachrangdarlehen erstaunt umso mehr, als dass der bestellte Geschäftsführer immerhin schon stolze 79 Jahre alt ist.

Nicht ganz deutlich aus den Darstellungen auf der Homepage wird allerdings, in welches Unternehmen genau zu investieren ist. So heißt es einerseits: „Anleger, die ein Nachrangdarlehen der Met-Immobilien Festzins GmbH erwerben (…) “und einen Satz weiter andererseits: „Investieren Sie in das Geschäftsmodell der Metropol Immobilien Rhein-Main AG (…).“ Die Metropol Immobilien Rhein-Main AG firmiert inzwischen unter M-Immo AG. Hat den Sitz ebenfalls in Wiesbaden und hat als Unternehmensgegenstand: die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere Grundvermögens. Weiter heißt es: „Ihre Immobilien hält die Metropol in der Regel über Tochtergesellschaften in Form einer Objekt-KG oder Objekt-GmbH.“

Es ist den Anlegern also jedenfalls zu raten, sich das Unternehmenskonstrukt genauer erläutern zu lassen und darauf zu achten, wer überhaupt der Vertragspartner wird: schließlich sollte man wissen, welchem Unternehmen genau unter wessen Führung man sein Geld anvertraut.

Nachrangdarlehen: Rendite und Risiko für Anleger – Was sollten Anleger beachten?

Der Zinssatz der Anleger der Nachrangdarlehen wird bei einer Laufzeit von 5 Jahren bei 5,1% p.a. zugesagt, bei einer Laufzeit von 10 Jahren bei 6,25% p.a. Zwar wirken diese Renditeversprechen im Vergleich zu manch anderen Anlagen geradezu moderat, allerdings besteht auch bei einem Nachrangdarlehen stets ein Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust.

Beachtet werden sollte, ob ein sogenannter qualifizierter Nachrang unterschrieben wurde. Dies führt im Fall einer Insolvenz erst zur nachrangigen Befriedigung. Klauseln mit einem qualifizierten Nachrang werden oftmals vereinbart, um einer Erlaubnispflicht nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) und damit großen Ärger mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu umgehen. So führt die BaFin in ihrem Artikel vom 01.08.2014 „Qualifizierte Nachrangklauseln: Alles oder nichts – Risiken für Anleger im grauen Kapitalmarkt” selber aus: „Beim qualifizierten Nachrang vereinbaren die Parteien, dass die Forderungen des Darlehensgebers auch dann nicht bedient werden, wenn die Rückzahlung einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Gerade unerfahrene Kleinanleger laufen Gefahr, derartige Klauseln von windigen Anbietern untergeschoben zu bekommen. Doch auch bei Angeboten, die seriös erscheinen, sollten sie sich der grundlegenden Wirkungsweise und der Risiken qualifizierter Nachrangklauseln bewusst sein.“

Risiken, über die die Anleger hoffentlich seitens ihrer Berater vollumfänglich und verständlich aufgeklärt wurden.

Es steht noch offen, ob das Investment der Met- Immobilien Festzins GmbH für den Anleger wie versprochen aufgeht. Insofern sei den Anlegern zu wünschen, bei Laufzeitende den versprochen Nachrangdarlehensbetrag vollständig zurück zu erhalten und bis dahin die zusagten Zinsen.

Die Experten der Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB werden gegebenenfalls weiter berichten.

Für Anleger, die sich nicht hinreichend beraten fühlen, stehen die Experten der Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB unter 030-921 000 40 gerne zur Verfügung.

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