Schufa-Recht: AdvoAdvice erkämpft einen außergerichtlichen Erfolg gegen die Advanzia Bank S.A.

Geduld ist eine Tugend und manchmal nötig, wenn es um das Schufa-Recht geht. Bei einem 31-jährigen Mann aus Sachsen-Anhalt wurde diese Tugend auf die Probe gestellt.

Die Advanzia Bank S.A. aus Luxemburg hatte zulasten des Mannes einen negativen Schufa-Eintrag vorgenommen. Dem Eintrag lag eine Forderung in Höhe von 749,00 Euro zugrunde, welche mit einer Ratenzahlung abbezahlt wurde. Der Eintrag erfolgte bereits Anfang 2014. Ein endgültiger Ausgleich der Forderung erfolgte letztlich im Mai 2015.

Erledigung bedeutet nicht gleichzeitig auch Löschung – Betroffenen ist dies nicht bewusst

Viele Betroffene gehen davon aus, dass der Schufa-Eintrag mit dem Ausgleich der Forderung zur Löschung gebracht wird. Dies ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, denn durch einen Ausgleich der Forderung erfolgt lediglich eine sog. Erledigungsmeldung. Die Forderung wird also ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als „offen“ geführt. Eine Löschung des Eintrages erfolgt dabei jedoch nicht und zudem wird der Scorewert von einem solchen Eintrag negativ beeinflusst.

Vielmehr wird der erledigte Schufa-Eintrag weiterhin gespeichert. An der Speicherung wird mit Jahresablauf noch weitere drei Jahre festgehalten. Im konkreten Fall wäre der Eintrag somit erst am 31.12.2018 gelöscht worden.

Ratenzahlungsvereinbarung und Eintragungsvoraussetzungen

Als der Betroffene nach und nach die negativen Auswirkungen des Negativeintrags zu spüren bekam, beauftragte er die Experten der Berliner Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB. Die Rechtsanwälte mussten aufgrund der unübersichtlich gestalteten Eintragungshistorie zunächst herausfinden, wann der Eintrag tatsächlich vorgenommen wurde. Dabei fiel relativ schnell auf, dass der Eintrag nach dem Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung vorgenommen wurde. Eine Ratenzahlungsvereinbarung führt jedoch laut mehreren Gerichtsurteilen dazu, dass die Forderung nicht mehr insgesamt fällig ist, sondern nur noch die jeweils vereinbare einzelne Rate.

Auf diesen Umstand wurden sowohl die Gegenseite als auch die Schufa Holding AG aufmerksam gemacht. Obwohl sich die Advanzia Bank S.A. zu der ganzen Angelegenheit gar nicht äußerte, versuchte die Schufa Holding AG eine Rechtfertigung für den Eintrag zu finden. Trotz des klaren Hinweises auf die Gerichtsurteile und die damit zusammenhängenden Bewertungen der Eintragungsvoraussetzungen des §28a Abs. 1 S.1 Nr. 1 – 5 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) wurde an dem Eintrag zunächst festgehalten. Erst nach mehreren Klärungsversuchen und dem konsequenten Durcharbeiten der Voraussetzungen und der gesetzlichen Intention gelang es, die Löschung des Eintrages aufgrund eines Widerrufs durch die Advanzia Bank S.A. zu erreichen.

Fazit: Negativer Schufa-Eintrag belastet den Lebensalltag – Schutz durch Prüfung und kostenloser Selbstauskunft

Der Betroffene selbst sagte sichtlich erleichtert: „Hätte ich eher von dem Eintrag erfahren, hätten mir viele unangenehme Jahre (kein Mietwagen, keine EC-Karte, keine gute Wohnung etc….) erspart bleiben können.“

Schufa-Recht: Erledigung bedeutet nicht gleichzeitig auch Löschung – Betroffenen ist dies nicht bewusst, von AdvoAdvice Rechtsanwälten mbB, Berlin
Schufa-Recht: Erledigung bedeutet nicht gleichzeitig auch Löschung – Betroffenen ist dies nicht bewusst, von AdvoAdvice Rechtsanwälten mbB, Berlin

Ein ähnliches Fazit zog auch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Sven Tintemann. Dieser sah in dem vorliegenden Fall ein typisches Verhaltensmuster: „Die Belastung durch einen negativen Schufa-Eintrag kann enorm sein. Es ist daher jedem zu empfehlen, sich wenigstens einmal pro Jahr eine kostenlose Selbstauskunft von der Schufa Holding AG zu besorgen, um die eigenen Daten zu überprüfen. Generell gilt in Sachen Schufa-Einträgen, dass schnelles Handeln wichtig ist, um so die Probleme noch am ehesten in den Griff zu bekommen. Eine intensive Überprüfung der rechtlichen Fragestellungen hinter einem Eintrag ist unerlässlich, um eine Lösung des Problems zu erreichen.“

Betroffene können sich gerne an die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice wenden und sich eine erste Einschätzung hinsichtlich ihrer rechtlichen Möglichkeiten geben lassen. Weitere Informationen unter 030 921 000 40 oder www.AdvoAdvice.de im Bereich Downloads besteht die Möglichkeit den Fragebogen für Negativeinträge in einer Wirtschaftsauskunftei herunterzuladen. Gerne stehen AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB auch per Email unter info@advoadvice.de für Anfragen zur Verfügung.

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Für die Übernahme des Mandats in einem ähnlichen Fall sind folgende Formulare notwendig:

Mandatsbedingungen Advoadvice mbBr Vollmacht Auftragsbestätigung

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