SLR Beteiligungsfonds I GmbH & Co. KG – Ausscheidende Anleger nahe am Totalverlust

Die Anleger der SLR Beteiligungsfonds I GmbH & Co. KG müssen mit Sorgenfalten im Gesicht in die Zukunft sehen. Hintergrund der neuen Sorgen, die sich die Anleger machen müssen, ist ein Schreiben der Gesellschaft an die Anleger, die bereits jetzt aus der Gesellschaft aussteigen können.

Anleger, für die Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Sven Tintemann ein Ausscheiden aus der Gesellschaft gerichtlich erstritten hat (mehr Infos hier), teilt die Gesellschaft nun das angeblich ermittelte Auseinandersetzungsguthaben mit. Dies soll sich bei einer hier vertretenen Familie auf weniger als 1 % der eingezahlten Anlagesumme belaufen. Konkret hatten der Sohn der Familie 5.750,00 Euro in die Kapitalanlage eingezahlt. Der Vater 840,00 Euro und die Mutter 1.350,00 Euro. Die Gesellschaft teilt nunmehr mit, dass auf die Gesamtsumme von 7.940,00 Euro gerade einmal 70,68 Euro zur Rückzahlung gelangen sollen. Dies wird unter anderem damit begründet, dass Investitionen der Gesellschaft zwar getätigt worden, deren Wert jedoch zum Ausscheidungszeitpunkt mit Null anzusetzen sei.

Hierzu meint Rechtsanwalt Tintemann: ,,Diese Entwicklung ist schon sehr überraschend. Die Gesellschaft wird in den weiter fortzusetzenden Gerichtsverfahren erklären müssen, wieso von dem eingezahlten Kapital lediglich noch weniger als 1 % vorhanden ist. Dies kann aufgrund der vorliegenden Abrechnungen bisher zumindest nicht nachvollzogen werden. Die Abrechnungen geben aber großen Grund zur Sorge, da die Gesellschaft wohl selbst davon ausgeht, dass die meisten Anlegergelder, auch wenn diese in verschiedene Kapitalanlagen angelegt wurden, nicht mehr werthaltig rückzuerlangen sind.”

Anlegern, die weiterhin eine Gesellschaftsbeteiligung an der SLR Beteiligungsfonds I GmbH & Co. KG haben, wird daher dringend geraten, sich anwaltlich bezüglich des weiteren Vorgehens beraten zulassen.

In den laufenden Prozessen wird die SLR noch folgende Fragen klären müssen:

1. Weshalb ist eine Investition in eine Immobilie erfolgt, welche nun als nicht mehr werthaltig in der Bilanz auftaucht? Wurde hier vergessen, eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch einzutragen? Warum klagt die Gesellschaft nicht auf Eigentumsverschaffung?

2. In welche Personengesellschaften hat die Gesellschaft investiert? Warum wird der hier investierte Geldbetrag in der Bilanz lediglich mit 1/4 der Einlagesumme bewertet?

3. Wieso bestehen erhebliche Restforderungen im Rahmen von mehr als 100.000 Euro zu Gunsten der Gesellschaft, die jedoch in der Bilanz mit Null ausgewiesen werden.

V.i.S.d.P.
Sven Tintemann
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Malteserstraße 170/172
12277 Berlin
Tel.: 030 715 206 70
FAX: 030 715 206 78
Web: http://www.tintemann.de 

Für die Übernahme des Mandats in einem ähnlichen Fall sind folgende Formulare notwendig:

Mandatsbedingungen Dr. Schulte und Partner Vollmacht Auftragsbestätigung